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Wirkaufendeinzertifikat

THG-Quote: Detaillierte Marktanalyse & Preisentwicklung (2022–2026)

Hier findest Du die wichtigsten Hintergründe zur THG-Quote – verständlich, transparent und mit Fokus auf das, was sich für 2026 wirklich ändert. Wenn Du ein reines Elektrofahrzeug (BEV) zugelassen hast, kannst Du die THG-Prämie jedes Jahr einmal einreichen.

THG-Quote in einem Satz

Seit 2022 können Halter:innen von reinen Elektrofahrzeugen ihre eingesparten CO₂-Emissionen als THG-Quote vermarkten lassen – und dafür einmal jährlich eine Prämie erhalten.

THG-Prämie 2026: Was ist realistisch?

Der THG-Markt hat sich nach dem starken Preisverfall in den Jahren 2023 und 2024 spürbar stabilisiert. Für 2026 ist insbesondere relevant:

  • die weiter steigende gesetzliche Verpflichtungsquote,
  • die regulatorische Einschränkung von Biokraftstoffen und UER,
  • sowie die zunehmende Marktbereinigung bei fragwürdigen Zertifikaten.

Wirkaufendeinzertifikat.de bietet für das Quotenjahr 2026 eine Fixprämie von 295 € für die Fahrzeugklasse M1 (E‑PKW), sofern alle Teilnahmebedingungen erfüllt sind. Die Fixprämie bietet Planungssicherheit und ist unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.

Abbildung: THG-Quote – Preisentwicklung (Bandbreiten je Quotenjahr €/t)

Aktuelles und Hintergründe zur THG Prämie

THG-Quoten werden grundsätzlich in Euro pro Tonne CO₂ gehandelt. Der Markt war in den letzten Jahren starken Schwankungen unterworfen: von einer Hochpreisphase im Jahr 2022 über ein massives Überangebot 2023/2024 bis hin zur Stabilisierung im Jahr 2025.

Marktpreisquellen (Orientierung)

Quotentyp

Marktpreis (2022 bis 2025)

Tendenz

E‑PKW privat (E-Auto THG Quote)

50–475 €/t CO₂

stabilisiert

Flexibler Handel (große Mengen / Direktverträge)

110–120 €/t CO₂

leicht steigend

Fortgeschrittene Quoten (z. B. Biomethan)

240–260 €/t CO₂

konstant hoch

Hinweis: Marktpreise sind Momentaufnahmen. Die tatsächliche Auszahlungsprämie hängt zusätzlich vom Tarifmodell, dem Vermarktungszeitpunkt und den Abwicklungskosten ab.

Historische Preisentwicklung der THG-Quote (2019–2026)

Die historische Entwicklung erklärt, warum Anbieterprämien stark schwanken und warum Fixmodelle in volatilen Marktphasen für viele Kund:innen attraktiv sind.

Seit Dezember 2022 hat der Markt für THG-Quoten eine tiefgreifende Transformation erlebt. Der durchschnittliche Marktpreis für die Standardquote (z. B. aus E-Pkw) liegt im Juli 2025 zwischen 75 und 90 € pro Tonne CO₂ für das Quotenjahr 2025. Die Preise für spezielle oder doppelt anrechenbare Quoten (z. B. aus fortschrittlichen Kraftstoffen wie Biomethan oder synthetischen eFuels) liegen deutlich höher, derzeit bei 240–260 €/t CO₂. Im flexiblen Handel (z. B. große Mengen, Direktverträge mit verpflichteten Unternehmen) lassen sich vereinzelt Preise bis zu 115 €/t CO₂ erzielen.

ZeitraumPreisniveauMarktcharakteristik
2019–2021150–200 €/t CO₂Geringes Angebot, begrenzte Handelsvolumina
2022250–475 €/t CO₂Boom durch THG-Novelle, Nachfrageüberhang
202390–200 €/t CO₂Starker Preisverfall, Überangebot durch UER & Biokraftstoffe
202450–100 €/t CO₂Tiefpunkt, Marktunsicherheit
202575–135 €/t CO₂Erholung auf differenziertem Niveau
2026350-420€/t CO₂Erstmalig stabilisiertes Preisniveau nach neuer THG Novelle

 

Und jetzt das Positive: Der positive Trend bestätigt sich. Wir konnten für das Jahr 2026 ein Quotenkontingent sichern, was einen Auszahlungsbetrag pro Fahrzeug der Fahrzeugklasse M1 von 240€ ermöglicht!

Welche Fahrzeuge sind 2026 quotenfähig?

Quotenfähig sind grundsätzlich alle vollelektrisch betriebenen, zulassungspflichtigen Fahrzeuge, unter anderem:

  • E‑PKW (M1)
  • leichte und schwere Nutzfahrzeuge (N1–N3)
  • Elektrobusse (M3)

Nicht anrechenbar sind:

  • Hybridfahrzeuge
  • E‑Bikes
  • Fahrzeuge ohne amtliche Zulassung

Wichtig für 2026: In aktuellen Entwurfsständen wird stärker auf die Zulassungspflicht abgestellt. E‑Leichtkrafträder mit rein freiwilliger Zulassung könnten künftig nicht mehr quotenfähig sein.

Fix oder Flex: Welches Tarifmodell passt?

Fixprämie

  • feste, garantierte Auszahlung
  • kein Marktrisiko
  • besonders geeignet bei unsicheren oder volatilen Märkten

Flexmodell

  • abhängig vom späteren Marktpreis
  • höhere Schwankungen möglich
  • potenziell höhere Erlöse

Wie wird die THG-Prämie 2026 berechnet?

Vereinfacht gilt:

Auszahlung = Marktpreis (€/t CO₂) × UBA‑Faktor × pauschalierter Einsparwert je Fahrzeugklasse

Der UBA‑Faktor wird jährlich vom Umweltbundesamt festgelegt und basiert auf dem deutschen Strommix. Für 2025 lag dieser bei 0,7458; für 2026 wird ein vergleichbares Niveau erwartet.

Auszahlung für Verbraucher:innen in 2026

Es folgt eine transparente Übersicht der rechtlichen Rahmenbedingungen, heruntergebrochen auf die einzelnen Fahrzeugklassen.

Fahrzeugklasse

Multiplikator

Erläuterung

M1 (PKW)

Referenzwert (z. B. 2.000 kWh)

N1 (leichter NFZ)

1,5×

3.000 kWh

N2 (kleiner LKW)

10,3×

20.600 kWh

N3 (großer LKW)

16,7×

33.400 kWh

M3 (Bus)

36×

72.000 kWh

In Kombination mit der gesamten Richtlinie ergibt sich folgendes:

Fahrzeug-klasse

Fahrzeug-art

MWh

theoretische max. Quotenhöhe (Strafzahlung)

UBA Faktor

UBA Faktor/MWh

Umsatz/MWh

Umsatz/Fahrzeugklasse

M1

E-PKW

2

600,00 €

0,7458

0,379

227,60 €

318,36 €

N1

E-NFZ leicht

3

600,00 €

1,1187

0,379

227,60 €

682,80 €

N2

E-NFZ LKW klein

20,6

600,00 €

7,6817

0,379

227,60 €

4.686,00 €

N3

E-NFZ LKW groß

33,4

600,00 €

12,4548

0,379

227,60 €

7.602,00 €

M3

E-Bus

72

600,00 €

26,8488

0,379

227,60 €

16.380,00 €

 

Tarifwahl beeinflusst Erlös deutlich:

  • Direktprämie: planbar, geringeres Risiko
  • Fix-Modell: garantierter Wert, marktunabhängig
  • Flex-Modell: höchstes Potenzial, aber volatil da die Quote sowohl steigen als auch sinken kann

 

Was beeinflusst den THG-Preis?

Regulatorische Verpflichtungsquote (Nachfrageseite)

Mineralölunternehmen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu senken. Die steigende Quote erzeugt strukturell Nachfrage nach anrechenbaren Minderungsoptionen:

  • 2022: 7,0 %
  • 2024: 9,25 %
  • 2025: 10,6 %
  • 2030: 28,0 % (politischer Zielpfad)

Diese Quotensteigerung erzeugt strukturell eine höhere Nachfrage nach anrechenbaren Emissionsminderungsoptionen. Dennoch kann diese Nachfrage durch alternative Optionen (z. B. Biodiesel) gedeckt werden.

Angebot: Alternative Erfüllungsoptionen (Biokraftstoffe, eFuels, UER)

Neben Ladestrom aus Elektromobilität können verpflichtete Unternehmen ihre Quote auch über Biokraftstoffe, strombasierte Kraftstoffe (eFuels) und sogenannte Upstream Emission Reductions (UER) erfüllen. Ein hohes Angebot günstiger Alternativen führt regelmäßig zu Preisdruck bei Standardquoten aus E‑Mobilität.

THG-pflichtige Unternehmen können ihre Verpflichtungen nicht nur über Strom für E-Mobilität erfüllen, sondern auch durch:

  • Konventionelle Biokraftstoffe (z. B. Rapsmethylester, FAME)
  • Fortschrittliche Biokraftstoffe aus Abfallstoffen wie Stroh
  • Strombasierte Kraftstoffe (eFuels)
  • Biogene Flüssiggase
  • Upstream Emission Reductions (UER), v. a. in Drittstaaten

Diese Konkurrenzoptionen führen zu einem massiven Angebotsdruck auf die THG-Quote aus Strom. Wenn z. B. billige UER-Zertifikate aus Asien zugelassen werden, sinkt der Preis für alle anderen Optionen deutlich.

UER-Krise & Biokraftstoffimporte

Seit Ende 2022 hat ein starker Anstieg fragwürdiger Biokraftstoffimporte, insbesondere aus China, den Markt destabilisiert. Viele dieser Stoffe stammen mutmaßlich aus Palmöl oder gebrauchten Speiseölen, deren Nachhaltigkeit angezweifelt wird. Die internationale Zertifizierungsstelle ISCC hat aufgrund dieser Bedenken Zertifikate suspendiert. Viele Unternehmen oder auch der Bundesverband THG haben Bedenken öffentlich gemacht. Strafanzeigen und regulatorische Änderungen sind derzeit in Vorbereitung.

Strafzahlung als Preisobergrenze

Unternehmen, die ihre Verpflichtung nicht erfüllen, müssen eine Strafzahlung leisten. Diese wirkt als natürliche Obergrenze für den THG-Markt. Unternehmen, die ihre Minderungsverpflichtung nicht erfüllen, müssen aktuell eine Strafe von 600 €/t CO₂ zahlen. Dieser Wert bildet eine natürliche Obergrenze für den Marktpreis und wird bei den sogenannten „Flextarifen“ als „bis zu“ Preis herangezogen und mit den jährlichen Faktoren des Umweltbundesamtes, welche auf den Strommix der Vergangenheit basieren, multipliziert. 600 € pro Tonne CO₂ (Strafzahlung).

Viele Flexmodelle leiten ihre theoretischen Höchstpreise aus diesem Mechanismus ab.

Fristen und praktische Hinweise zur THG Prämien-Einreichung

Die THG-Quote kann einmal pro Fahrzeug und Kalenderjahr geltend gemacht werden.

    • Eine frühzeitige Einreichung erleichtert die Abwicklung und kann bessere Vermarktungsfenster ermöglichen.
    • Auch bei Verkauf des Fahrzeugs im laufenden Jahr bleibt eine frühere Anmeldung wirksam.
    • Anmeldung 2025: bis spätestens 15. November 2025 erforderlich
    • Berechnung der Auszahlung:

Finanzielle und steuerliche Behandlung der THG Quote

Die THG-Prämie gilt grundsätzlich als sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG).

  • Für Privatpersonen gilt eine Freigrenze von 256 € pro Kalenderjahr.
  • Liegt die gesamte Auszahlung darunter, bleibt sie steuerfrei.
  • Wird die Grenze überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig.

Die Betrachtung erfolgt kalenderjährlich – unabhängig vom Anbieter oder der Anzahl der Fahrzeuge. Bitte beachten Sie, wir dürfen keine steuerrechtlichen Beratungen oder Empfehlungen aussprechen und es müssen entsprechend verifizierte Experten hinzugezogen werden.

Sonderfälle: Leasing, Dienstwagen und mehrere Fahrzeuge

  • Leasingfahrzeuge sind quotenfähig, entscheidend ist die Halterstellung.
  • Dienstwagen sind quotenfähig, sofern die THG-Quote nicht vertraglich an den Arbeitgeber abgetreten wurde.
  • Mehrere Fahrzeuge pro Person können jeweils separat angemeldet werden.

Klimawirkung und Einordnung

Die THG-Quote ist ein marktbasiertes Klimaschutzinstrument. Sie zwingt Mineralölunternehmen zu realen Emissionsminderungen oder zum Erwerb von Minderungsnachweisen. Elektrofahrzeuge leisten dabei einen messbaren Beitrag zur CO₂-Reduktion und werden gezielt incentiviert.

Abgrenzung: THG-Quote vs. CO₂-Preis

Merkmal

THG-Quote

CO₂-Preis

Adressaten

Mineralölunternehmen

Verbraucher & Unternehmen

Mechanismus

Minderungsquote

Fixpreis pro Tonne

Wirkung

Marktbasierte Steuerung

Direkte Verteuerung

Warum Wirkaufendeinzertifikat.de ?

  • Garantierte Fixprämie von 240 € für E‑PKW (M1)
  • gesicherte Kontingente
  • transparente Markteinordnung
  • einfache Einreichung (Fahrzeugschein genügt)
  • Fokus auf Rechtssicherheit und Nachhaltigkeit

Unser Ziel ist es, dass Sie Ihre THG-Prämie verlässlich, nachvollziehbar und ohne unnötige Komplexität erhalten.

Noch Fragen?

Wir stehen dir gerne mit mehr Informationen zur Verfügung.